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Montag, 2. Februar 2009

Andreas Beck (22), Deutschland



Dieses Foto ist vom Hamburger Rothenbaum-Turnier im Mai 2008. Vor dem Aufschlag steht Andreas Beck an der Linie, als wolle er gleich ein Ballett tanzen. Der Aufschlag selbst ist dann aber eigentlich ganz normal, und seine Spielweise auch. Er ist ein typischer deutscher Allrounder, der auf Sand, Hartplatz und Rasen zurechtkommt.

Seit heute, drei Tage vor seinem 23. Geburtstag am 5. Februar, steht Andreas Beck endlich dort, wo er schon lange hingehört: Unter den besten 100. Bei den Australian Open schaffte er die Qualifikation und gewann dann in der ersten Runde gegen einen australischen Wild-Card-Spieler. Das reichte, um von Platz 103 auf Platz 94 vorzurücken.

Andreas Beck ist schon seit Jahren einer der Hoffungsträger des deutschen Tennis. 2004 stand er im Junioren-Halbfinale der US Open. Ein Jahr später hatte er sich schon auf der ATP-Challengertour bei den Erwachsenen so gut wie etabliert, aber dann warfen zwei langwierige Rückenverletzungen ihn zurück. „Da kämpft man schon auch mit zweifelnden Gedanken und fängt zu Grübeln an“, erzählte er damals.

Vor fast einem Jahr habe ich ihn noch als „ewiges Talent“ bezeichnet. Aber spätestens seit seinem Viertelfinale beim Rasenturnier in Halle/Westfalen im Juni 2008 war klar, dass er sich nun auf der ATP-Tour etablieren würde. Zwei Wochen später spielte er in der ersten Runde von Wimbledon drei enge Sätze gegen Rafael Nadal. Bei den US Open schaffte er die zweite Runde. Im Laufe des vergangenen Jahres gewann er zwei Challenger-Turniere und erreichte bei zwei weiteren das Endspiel.

Wenn man sich seine Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr anschaut, dann wirkt das sehr konstant. Was ihm fehlen, sind die Ausreißer nach oben. Mal ein plötzlicher Turniersieg, wie Philipp Petzschner es in Wien geschafft hat, oder wenigstens mal ein Halbfinale. Dazu müsste er wohl wenigstens mal einen Top-50-Spieler schlagen. Das ist ihm bisher noch nicht gelungen. Aber jetzt, wo er unter den Top 100 steht, wird er auch häufiger auf großen Turnieren gegen solche Leute spielen, dann wird es irgendwann klappen.

Hier das ATP-Profil von Andreas Beck

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